Regionale Musik im Kommen

Dez 17 2011

Musik im Dialekt ist im Kommen. Das zeigt sich insbesondere, wenn man auf Volksfesten oder der Kirmes ist. Neben Blasmusik und Showbands dominieren hier nicht nur im Süddeutschen Raum vielfach auch Bands, die Musik im regionalen Slang wiedergeben. Denn: Musik auf Deutsch ist seit Jahren in.  Ganz im Gegensatz zu einer Zeit, in der es als verpönt galt, in der eigenen Muttersprache zu singen.

Klar erlebte man immer wieder Epochen, in denen auf Deutsch gesungene Lieder modern waren. Immer aber gab es auch die Zeit, in der diese Songs den englisch gesungenen Stücken weichen mussten. Waren es in den 60er Jahren Leute wie Peter Kraus oder Peter Alexander, die die Fans in Bann zogen, kam in den 80er Jahren die Neue Deutsche Welle mit Bands wie STS, der Spider Murphy Gang oder Nena mit ihren Hits wie „99 Luftballons“. Inzwischen sind es Stars wie Herbert Grönemeyer, PUR, Rosenstolz oder Xavier Naidoo, die in Deutsch singen und die Massen begeistern.  Und dabei geht die Musik quer durch alle Bandbreiten: Schlager, Rock, Pop und Rap. Alles hört sich plötzlich auch auf Deutsch gut an. Der Bann ist also abgelegt. Man traut sich, in der eigenen Sprache zu singen und die Leute freuen sich. Denn es kommt hier auch sehr viel auf die passende Melodie an, damit sich Songs – egal in welcher Sprache gesungen – gut anhören.

Was auch merklich im kommen ist, sind letztlich auch die im Dialekt agierenden Künstler. Merkte man dies anfänglich vor allem in Interviews – DJ Ötzi, Nicki und Christina Stürmer sind hier nur einige Beispiele – erobern die Mundart-Künstler inzwischen auch die musikalischen Gipfel. Claudia Koreck oder Hoaß sind hier nur zwei Beispiele, die über ihre Heimat Bayern hinaus musikalisch für Schlagzeilen sorgen, obwohl sie nicht in Hochdeutsch, sondern mit Dialektfärbung singen.

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